Hände einer Frau mit French Manicure
Kunstnägel aus Fiberglas sehen sehr natürlich aus. Foto: piotrszczepanek/fotolia.com

Fiberglasnägel sehen nicht nur fantastisch aus, sondern bestechen durch ihre Haltbarkeit. Ein weiteres und damit großes Plus: Kunstnägel aus Fiberglas beschädigen den Naturnagel nicht. Zwar haben sie auf den Nagel einen ähnlichen Effekt wie Gel, denn die Nägel unter der künstlichen Schicht sind hermetisch abgeschlossen, aber sie lassen sich problemlos und sehr schonend entfernen.

Das richtige Nagelstudio finden

Leider bieten zurzeit noch wenige Studios Nägel aus Fiberglas an. Zum einen ist die Prozedur wesentlich aufwändiger und damit länger als das Auftragen von Gelnägeln und es erfordert großes Geschick. Um dieses Können zu erlangen, sollte die Nageldesignerin eine entsprechende Zusatzausbildung vorweisen können. In Anbetracht des doch hohen Preises sollte die Kundin diesen Nachweis im Vorwege nachfragen. In den Händen einer unerfahrenen und nicht ausgebildeten Nageldesignerin werden Fiberglasnägel schnell zur Katastrophe.

Hochwertiges Material ist wichtig

Zweite Grundlage ist das richtige Material. Auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Fiberglasnägel bestehen aus drei Komponenten: Fiberglas-Streifen, Kleber und Fixierungsspray. Hochwertige Studios arbeiten hier mit Kleber, der auch in der Medizin zum Verschließen von Wunden angewendet wird.

Je nach Beschaffenheit des eigenen Nagels werden zusätzlich so genannte Tipps aufgebracht, die dazu dienen, den Nagel zu verlängern. Die Tipps können in mehreren Ausführungen gewählt werden. Wer sich für French Manicure entscheidet, kann die French-Tipps wählen und spart sich so aufwändiges Pinseln. Die French Manicure sieht zudem mit den entsprechenden Tipps auf Fiberglas sehr natürlich aus.

Fiberglas ist schonend für den Naturnagel

Frau bei der Maniküre
Nach dem Auftragen des Fiberglas werden die Nägel in Form gefeilt. Foto: sabine hürdler/fotolia.com

Fiberglasnägel werden auf den trockenen und gesäuberten Nagel aufgetragen. Es ist kein Abschleifen notwendig, eine Prozedur, die für das Auftragen von Gel unerlässlich ist. Das Auftragen der Fiberglasnägel erfolgt in mehreren Schritten. Meist werden zwei Fiberglasstreifen und im Schnitt fünf Schichten Kleber und Spray aufgetragen. Dies klingt viel, ist es aber nicht, denn in gekonnten Händen sind diese Schichten hauchdünn.

Sind alle Schichten aufgetragen und getrocknet, wird der Nagel mit Feilen und Buffer in Form gebracht und poliert. Die Fiberglasnägel sehen so natürlich aus, dass eigentlich kein Nagellack erforderlich ist. Eine dünne Schicht in rosa lässt eine wunderbare und natürlich aussehende French Manicure die Hände erstrahlen.

Nagellack hält doppelt so lange

Ein weiterer Vorteil: Fiberglasnägel sind sehr strapazierfähig. So kann sich frau sicher und schön fühlen. Mit Aceton-freiem Nagellackentferner lässt sich Nagellack leicht entfernen und neu auftragen. Gute Nachricht: Auf Fiberglas hält Nagellack meist doppelt so lange wie auf anderen Nägeln. Nach drei bis vier Wochen sollten die künstlichen Nägel nachgefüllt werden. Dies kann bis zu zwei Mal erfolgen, bevor eine Neumodellage erforderlich wird.

Zum Ablösen der Fiberglasnägel werden diese für circa zehn Minuten in Aceton getaucht. Danach lassen sich die Nägel einfach abwischen, ohne den Naturnagel zu schädigen. Eine Kontrolle, ob die natürlichen Nägel noch wohlbehalten sind, lässt sich somit einfach und gut kontrollieren.

Die Kosten für Fiberglasnägel liegen bei rund zehn Euro pro Nagel, also rund 100 Euro für eine Neumodellage. Viel Geld, das sich aber in jedem Fall lohnt. Nagelstudios, die Fiberglasbehandlungen für weitaus weniger anbieten, sollten Sie genauestens prüfen.

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