Frau feilt ihre Fingenägel.
Mit einigem Geschick lassen sich Gelnägel selbst entfernen. Foto: Andrey Cherkasov/fotolia.com

Gelnägel sehen gut aus und verbergen die kaputten Naturnägel. Doch dauerhaft sollte man die künstlichen Nägel nicht tragen, denn sie verhindern die Regeneration der natürlichen Nägel und können die Nagelhaut schädigen.

Gelschicht regelmäßig entfernen

Darum ist es ratsam, die Gelschicht mindestens zweimal im Jahr für einige Wochen zu entfernen, damit der Naturnagel im wahrsten Sinne des Wortes „Luft schnappen kann“. Zwar sind unsere Nägel, ebenso wie unser Haar, totes Gewebe, aber darunter liegt das Nagelbett und hier findet die Zellteilung statt. Gelnägel können diesen Prozess behindern, sodass der Naturnagel unter der Gelschicht weich wird. Im schlimmsten Fall kann sogar Nagelpilz entstehen.

Unter der Gelschicht kann also so einiges passieren und da wir dies nicht sehen können, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle.

Wie am besten vorgehen, um die Gelschicht zu entfernen?

Der erste Gang sollte zu einem professionellen Nagelstudio führen, doch auch zuhause lassen sich Gelnägel selbst entfernen. Dazu braucht es etwas Fingerspitzengefühl und das richtige Werkzeug.

Zunächst sollte der Nagellack entfernt werden. Am besten einen Nagellackentferner ohne Aceton verwenden, um die Nagelhaut zu schonen.
Um das Gel zu entfernen, gibt es leider nur die Möglichkeit, es abzuschleifen. Dabei wird – egal, was auch immer irgendjemand irgendwo behauptet – immer der Naturnagel geschädigt. Einige selbst ernannte „Experten“ empfehlen sogar, eine dünne Schicht des Gels auf dem Nagel zu belassen. Doch ob dick oder dünn – Gelschicht bleibt Gelschicht. Ist der Nagel von Nagelpilz befallen, muss das gesamte Gel entfernt werden. Stellt sich der Verdacht auf Nagelpilz beim Entfernen des Gels ein, sollten Sie die Prozedur abbrechen und einen Hautarzt aufsuchen. Selbstversuche bringen hier keine Besserung, sondern können den Pilz sogar noch verschlimmern.

Handfeile oder elektronisches Manikürgerät?

Wählen Sie zu Beginn eine grobe Feile, mit der die größte Masse des Gels entfernt werden kann. Am besten funktionieren hier elektrische Feilen. Aber Vorsicht! Wer hier keine Übung hat, sollte die Finger davon lassen, denn die Verletzungsgefahr ist relativ hoch.
Danach geht es um die Gelreste, die mit einer dünnen Feile entfernt werden können. Dabei sollten Sie so vorsichtig wie möglich vorgehen. Wer unsicher ist, sollte dies von einer professionellen Kosmetikerin behandeln lassen.

Naturnägel wieder aufbauen

Ist das Gel vollständig entfernt, sollten die Nägel zunächst ruhen. Kürzen Sie die Naturnägel mit einer sanften Feile und behandeln Sie sie danach mit Nagelöl. Dies tragen Sie mindestens zwei Mal täglich auf die Nägel und massieren es ein. Dies sollten Sie für mindestens zwei Wochen durchhalten. Während dieser Zeit gilt: Kein Nagellack. Lassen Sie die Naturnägel atmen und zur Ruhe kommen. Unterstützend können Nagelkuren angewendet werden, die dem Nagel wieder Stärke und Halt verleihen. Lassen Sie sich hierzu im Nagelstudio Ihres Vertrauens beraten. (cb)