Wer die Fingenägel selbst lackiert sollte gut geübt sein. Foto: pixabay/picjumbo-com

Schöne, gepflegte und perfekt lackierte Fingernägel sind wichtige Faktoren für ein gutes Aussehen. Die richtige Farbe zum angesagten Outfit macht aber noch keinen perfekten Look. Das A und O gepflegter Nägel ist das richtige Lackieren. Die meisten Frauen lackieren selbst. Doch ganz so einfach ist das richtige Lackieren nicht. Wir zeigen, welche Kriterien wichtig sind und wann Sie lieber zum Profi wechseln sollten.

Gute Grundlagen: Nagelhärter und Unterlack

Nagellack ist schnell gekauft. Aufmachen, auftragen, fertig. Weit gefehlt. Das richtige Lackieren beginnt mit einer guten Grundlage. Zunächst sollten die Nägel vorbereitet werden. Eine gründliche Nagelpflege sollte mindestens einmal in der Woche auf dem Beauty-Plan stehen. Dazu gehören das Entfernen der Nagelhaut und das Feilen der Nägel ebenso wie das gründliche Entfernen des alten Nagellacks.

Vor dem Lackieren müssen die Nägel fettfrei und sauber sein. Dazu die Hände waschen und nicht eincremen, da sonst der Lack nicht hält. Bei sehr brüchigen Nägeln empfiehlt sich immer ein Nagelhärter als Grundlage. Aber auch Frauen mit stabilen Nägeln sollten zunächst einen Unterlack auftragen. Diesen bitte trocknen lassen, bevor die Farbe aufgetragen wird.

Farblack: Richtig auftragen und trocknen lassen

Was für den Profi elementar ist, ist bei vielen im Handel erhältlichen Nagellacken nicht Standard. Eine schmale Bürste zum Auftragen des Lacks ist leider Mangelware, aber sehr hilfreich, besonders für nicht ganz so Geübte, denn eine große Bürste nimmt nicht nur mehr Lack auf, sondern malt bei kleineren Nägel auch schnell mal neben dem Nagel. Sorgfalt ist daher oberstes Gebot, wenn die Nägel gut aussehen sollen. Nehmen Sie sich dafür Zeit und setzen Sie sich an einen Tisch mit guter Beleuchtung. Legen Sie die Hand, deren Nägel lackiert werden sollen flach auf den Tisch und beginnen Sie am kleinen Finger, sonst besteht die Gefahr, dass Sie mit der lackierenden Hand auf die bereits lackierten Nägel kommen und den frischen Lack beschädigen. Tragen Sie zunächst eine Schicht auf und lassen diese kurz antrocknen. Danach tragen Sie die zweite Schicht auf und lassen diese mindestens fünf Minuten trocknen. Die Hände in der Zeit ruhig halten. Wer das nicht aushält, kann die Nägel vor dem Computer lackieren. Das benutzen der Tastatur sollte zwar vorsichtig erfolgen, birgt aber wenig Risiko, den Lack zu beschädigen.

Setzen Sie einen drauf: Überlack sorgt für Haltbarkeit

Ist der Farblack angetrocknet, folgt ein Überlack. Und ja, der ist dringend erforderlich, wenn der Lack länger als zwei Tage halten soll. Produkte, die alle Schichten in einem Lack versprechen, sollten nur für Styles verwendet werden, die kurzfristig halten sollen.  Ist der Überlack aufgetragen, sollten Sie mindesten 15 Minuten warten, bevor Sie die Hände benutzen. Aber Vorsicht! Die Schichten müssen gründlich durchtrocknen. Daher kurz nach dem Lackieren keine Dosen öffnen oder in der Handtasche kramen.

Ist mal Lack daneben gegangen, helfen Nagellack-Korrekturstifte, die jedoch direkt nach dem entstandenen Maleur angewendet werden sollten. Streifen Sie hier immer gleich den überschüssigen Lack auf einem Küchen- oder Taschentuch ab.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich immer einem Profi anvertrauen. Viele Nagelstudios bieten neben der klassischen Maniküre auch nur Lackservice an. Diesen Service gibt es schon ab 5 bis 8 Euro, Lack inklusive. Das mag einigen Damen zu teuer sein, aber professionell lackierte Nägel halten meist länger als das eigene Machwerk und sehen einfach besser aus. (cb)